Aktuell 2024
Gemeinsam stark für Natur und Landschaft: Aktion gegen das Mega-Industriegebiet Elmpt
Weihnachtswünsche und Spendenaufruf
Die Pläne für ein Mega-Industriegebiet auf dem ehemaligen Militärflugplatz Elmpt stoßen auf zunehmenden Widerstand. Die BUND-Ortsgruppe in Niederkrüchten hat sich mit den Bemühungen von Grünes Grenzland solidarisch erklärt und eine Petition gestartet, um diese weitreichenden Pläne zu stoppen. Ihre Unterstützung ist ein wichtiger Schritt im Kampf für den Erhalt von Natur und Landschaft in dieser einzigartigen Grenzregion.
Wir haben auch gute Nachrichten: Die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt Nordrhein-Westfalen e.V. (LNU) hat sich unserer Mission angeschlossen. Gemeinsam mit Grünes Grenzland wird die LNU rechtliche Schritte einleiten, um die Pläne zu verhindern. Um diese Zusammenarbeit zu ratifizieren, wird ein Vertrag für das gemeinsame Konto aufgesetzt, mit dem wir die Gerichtskosten finanzieren können.Ihre Hilfe ist entscheidend.
Wir rufen alle dazu auf, sich an diesem Kampf für unsere Umwelt zu beteiligen. Spenden sind auf dem speziell für diesen Zweck eingerichteten Gemeinschaftskonto herzlich willkommen. Gemeinsam können wir uns gegen diese größenwahnsinnigen Pläne wehren und für eine Zukunft sorgen, in der Natur und Nachhaltigkeit an erster Stelle stehen.
Weitere Informationen über Spendenmöglichkeiten finden Sie HIER De of HIER Ne
Lang erwartete Präsentation Landschaftsbiografie Mittel-Limburg in Roermond
Roermond, 29. November 2024 - In einer stimmungsvollen und vollbesetzten Oranjerie wurde die lang erwartete Landschaftsbiographie von Mittel-Limburg feierlich vorgestellt. Mehr als 300 Gäste erlebten einen Nachmittag mit inspirierenden Geschichten und beeindruckenden Bildern über die Natur und Landschaft Mittellimburgs.
Der Nachmittag wurde durch Vorträge mehrerer Autoren bereichert, von denen jeder eine einzigartige Perspektive auf das Gebiet bot. Math de Ponti weihte die Zuhörer in die Geheimnisse des Meinwegs ein, während Rob Geraeds die faszinierende Strömung des Vlootbeek beleuchtete. Bas Raaijmakers erweckte die geheimnisvolle Welt der Kreuzotter zum Leben, und Ernest van Asseldonk zeigte das außergewöhnliche Verhalten des Ziegenmelkers. Auch die urbane Natur wurde vorgestellt, und zwar von John van den Berg sowie mit faszinierenden Beiträgen von Nikki Meijer und Sanne Kortekaas.
Visuelle Premiere: Ode an die Landschaft
Ein weiterer großer Moment war die Premiere des Videotrailers, der von Hans Heijnen erstellt wurde. Dieser kurze Film voller detaillierter Karten und schöner Drohnenaufnahmen bot eine visuelle Zusammenfassung der Landschaftsbiografie. Der Trailer machte deutlich, dass Mittellimburg eine Fundgrube für Natur und Geschichte ist, und weckte Begeisterung für das Buch.
Ein Moment der Anerkennung
Das erste Exemplar wurde von Ton Lenders, dem Vorsitzenden der Stichting Natuurpublicaties Limburg, feierlich an die Stadträte Dirk Franssen (Roermond) und Jan Smits (Roerdalen) überreicht. Danach gab es einen besonderen Moment für die 73 Autoren des Buches: Jeder von ihnen erhielt sein persönliches Exemplar als Anerkennung für seinen Beitrag zu diesem monumentalen Werk.
Neugierig auf die Schönheit dieser Region? Sehen Sie sich den Video-Trailer an und lassen Sie sich von den Geschichten und Bildern inspirieren. Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, die Trilogie zu kaufen und den Reichtum von Mittellimburg selbst zu entdecken!
Bestellen? Die Landschaftsbiographie ist erhältlich bei maasterrassen.nhgl.nl
Mögliche Reaktivierung der Bahnlinie durch das Naturschutzgebiet führt zu Besorgnis und Diskussion

Die Überarbeitung des Regionalplans für den Regierungsbezirk Köln beinhaltet einen umstrittenen Vorschlag: die mögliche Reaktivierung der Bahnstrecke Dahlhem-Elmpt. Diese Trasse, die wertvolle Naturräume wie den Meinweg und den Elmpter Wald durchquert (Variante (b) auf der Karte), hat bei Natur- und Umweltschützern Bedenken ausgelöst.
Aus Dokumenten geht hervor, dass die Düsseldorfer Planer darauf bestanden haben, diese Bahnlinie in den neuen Kölner Regionalplan aufzunehmen. Der Grund? Die Strecke könnte eine wichtige Verbindung zu dem geplanten Industriegebiet in Elmpt darstellen. Diese Forderung setzt die Kölner Regionalplaner unter Druck und lässt vermuten, dass die Realisierung des Projekts ernsthaft in Erwägung gezogen wird.
Umweltorganisationen und andere Interessengruppen betonen den einzigartigen ökologischen Wert des Meinwegs und des Elmpter Waldes und befürchten, dass die Reaktivierung der Bahnlinie die biologische Vielfalt und das natürliche Gleichgewicht gefährden wird. Eine Stellungnahme, in der diese Einwände erläutert werden, wurde jetzt vorgelegt, siehe HIER.
Die Debatte über das Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Naturschutz bleibt bis auf Weiteres aktuell.
Industriegebiet Elmpt
Unterstützen Sie unseren Kampf: Grün soll wirklich grün bleiben!

Liebe Naturliebhaber und Freunde eines grünen Grenzlandes,
die Zukunft unserer schönen Naturräume steht auf dem Spiel. Trotz vieler Einwände hat die Gemeinde Niederkrüchten den Flächennutzungs- und Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Elmpt genehmigt. Damit droht eine massive Beeinträchtigung wertvoller Naturräume und des Lebensraums von Mensch und Tier. Das dürfen wir nicht zulassen - und brauchen Ihre Hilfe, um unseren Kampf fortzusetzen.
Warum wir weitermachen
Die Gemeinde ignoriert unsere Einwände und treibt das Projekt ohne Rücksicht auf die gravierenden Auswirkungen auf Natur und Lebensraum voran:
- Lärmbelästigung: Die versprochenen Maßnahmen sind unzureichend und bieten keine strukturellen Lösungen für die langfristige Lärmbelästigung der Anwohner.
- Stickstoffemissionen: Die Emissionen werden die Grenzwerte der nahe gelegenen Natura-2000-Gebiete weit überschreiten.
- Wasserwirtschaft und Grundwasserspiegel: Wesentliche Naturräume drohen auszutrocknen, da die Auswirkungen der Baupläne nicht ausreichend untersucht wurden.
- Lichtverschmutzung: Die negativen Auswirkungen auf sensible Naturräume wie das Meinweg-Gebiet werden nicht berücksichtigt.
- Landschaftsverschmutzung: Das einzigartige Vogelschutzgebiet ist durch den Bau eines riesigen Industriegebietes bedroht.
Bürgerbeteiligung ignoriert
Mehr als 900 besorgte Bürgerinnen und Bürger haben sich mit Stellungnahmen und Einwänden zu Wort gemeldet, die jedoch ohne ernsthafte Prüfung beiseite geschoben wurden. Das Verfahren der Öffentlichkeitsbeteiligung ist zu einer Farce verkommen. Wir werden das nicht zulassen und weiter für eine faire Anhörung unserer Anliegen und eine Zukunft kämpfen, in der die Natur an erster Stelle steht.
Ihre Unterstützung ist unverzichtbar
Wir werden weitermachen, denn die Natur hat eine Stimme verdient. Aber Gerichtsverfahren sind kostspielig. Deshalb bitten wir Sie um eine Spende, um gemeinsam den Kampf fortsetzen können. Ihre Spende macht einen Unterschied: Sie hilft uns, weiterhin Einspruch zu erheben, rechtliche Schritte einzuleiten, um unsere Grünflächen auch in Zukunft zu sichern.
Unterstützen Sie den Grünes Grenzland e.V, und helfen Sie uns, die Natur zu erhalten. Spenden Sie noch heute auf
Grünes Grenzland e.V.,IBAN: DE 7731 0601 8100 4565 0030, zie ook https://www.gruenes-grenzland.net/aanmeld-formulier/#Financieelondersteunen
und sorgen Sie dafür, dass „Grün“ nicht nur ein Versprechen bleibt, sondern eine Realität, auf die wir stolz sein können
Grünes Grenzland ist anerkannt gemeinützig, sodass Ihre Spende steuerlich absetzbar ist.
Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass grün auch wirklich grün bleibt.
Die Stickstoffmaßnahmen von Rockwool drohen durch das neue Industriegebiet Javelin Park Elmpt sinnlos zu werden

Während das Unternehmen Rockwool, einer der größten Stickstoffemittenten in den Niederlanden, Pläne zur deutlichen Verringerung seiner Stickstoffemissionen schmiedet, drohen diese Bemühungen durch die Ansiedlung eines neuen Industriegebiets gleich hinter der Grenze in Deutschland zunichte gemacht zu werden. Der Bau des Javelin Park in Elmpt, nur wenige Kilometer vom Naturschutzgebiet De Meinweg entfernt, wird zu einem starken Anstieg der Stickstoffemissionen in der Region führen.
Rockwool investiert in umweltfreundlichere Produktion
Das in der Nähe des Meinwegs ansässige Unternehmen Rockwool erhält Fördermittel in Höhe von mehreren Millionen Euro für den Bau eines neuen erweiterten Härteofens. Dieser Ofen, der in den Jahren 2026 und 2027 gebaut werden soll, wird die Verwendung eines umweltfreundlicheren Bindemittels bei der Herstellung von Steinwolle-Dämmstoffen ermöglichen.
Dadurch könnten jährlich bis zu 42.000 Kilogramm Ammoniak eingespart werden, ein wichtiger Schritt zu einer nachhaltigeren Produktion.
Javelin Park Elmpt: eine Bedrohung für die Natur
Gleich hinter der Grenze in Deutschland ist jedoch der Javelin Park geplant, ein Gewerbegebiet, das aufgrund des zunehmenden Verkehrs jährlich 1.569 Kilogramm Ammoniak (NH3) und 25.700 Kilogramm Stickoxide (NOx) ausstoßen soll. Dabei sind die Emissionen der Unternehmen, die sich hier ansiedeln werden, noch nicht einmal berücksichtigt.
Aufwischen mit dem Wasserhahn
Die Bemühungen von Rockwool können zwar einen positiven Beitrag zur Verringerung der Stickstoffemissionen in der Region leisten, doch werden diese Fortschritte durch zusätzliche Emissionen aus dem Javelin Park ernsthaft gefährdet. Der zu erwartende Anstieg der Stickstoffdeposition wird die Wirkung der geplanten Maßnahmen weitgehend zunichte machen. Der empfindliche Charakter des Meinweges bleibt damit weiter unter Druck.
In einem Schreiben an die Provinz Limburg fordern wir dringende Maßnahmen zur wirksamen Kontrolle der Stickstoffemissionen in der Region. Die Situation rund um Rockwool und Javelin Park zeigt, dass die Bemühungen eines Unternehmens zur Emissionsreduzierung nicht ausreichen, solange neue Quellen für Stickstoffemissionen zugelassen werden, siehe Hier
Präsentation Natur- und Landschaftsbiografie Die Mittellimburgischen Maastrassen



Am Freitag, den 29. November, wird die Natur- und Landschaftsbiographie Mittel-Limburgs feierlich vorgestellt. Fünf Redaktionsmitglieder, 73 Autoren und Dutzende von Fotografen haben mehr als drei Jahre lang an diesem Buch gearbeitet. Das Ergebnis wird eine Trilogie über die Geologie, Geschichte, das Klima, die Landschaft und vor allem die Natur von Mittellimburg mit einem Gesamtumfang von fast 1.100 Seiten sein.
Der vollständige Titel des Buches lautet „Die Mittellimburgischen Maasterrassen. Land der Bäche und Brüche“. Es besteht somit aus drei separaten Teilen
Teil 1 gibt einen Überblick über die mittellimburgische Landschaft und ihre Entstehung. Er erörtert auch die Rolle, die der Mensch in ihr gespielt hat.
In Teil 2 werden die Naturräume wie die Einzugsgebiete der Maas und der Ruhr und die dortige Naturentwicklung im Zusammenhang beschrieben. Aber auch den Einzugsgebieten der Swalm, des Vlootbeek und des Middelsgraaf wird Aufmerksamkeit geschenkt. Die höher gelegenen Flugsandgebiete, wie die Beegderheide, die Breidberg-Triestruik und die Marissen, werden beschrieben. Im Mittelpunkt dieser Biografie steht der heutige Nationalpark De Meinweg, in dem die Terrassenlandschaft in ihrer ganzen Pracht bewundert werden kann. Da die Natur nicht an einer Landesgrenze Halt macht, werden auch die grenznahen Gebiete in Deutschland wie der Brachterwald, der Elmpterwald, der deutsche Meinweg und der deutsche Teil des Swalm-Flussgebiets behandelt.
Der dritte Teil enthält Porträts von Ikonen- und Leitarten, Organismen, die für die natürlichen Standorte in den Mittellimburgischen Maasterraces charakteristisch sind. Die Beschreibung ihrer Ökologie ist auf die örtlichen Gegebenheiten zugeschnitten.
Alle Themen sind reichlich mit Fotos illustriert, und zu den Ortsbeschreibungen gehören auch Wanderungen, so dass die Natur tatsächlich erlebt und gelebt werden kann.
Diese Präsentation findet im Theaterhotel de Oranjerie, Kloosterwandplein 12-16, 6041 JA Roermond, statt und beginnt um 14.00 Uhr, ab 13.30 Uhr mit Kaffee.
Das Buch wird bei dem Treffen zum Preis von 28,00 € verkauft.
Sie können sich bis zum 1. November über den unten stehenden Link bewerben.
https://publicaties23.nhgl.nl/natuurlijk-limburg/maasterrassen
Das vollständige Programm der Tagung finden Sie hier.

Stellungnahmen gegen neue Windenergiegebiete in der Grenzregion
Grünes Grenzland und der Natur- und Umweltverband Limburg sind wegen der Auswirkungen auf den Nationalpark de Meinweg und den Elmpter Wald sehr besorgt.
Der Regionalplan Düsseldorf stellt Gebiete dar, in denen ein Ausbau der Windenergie möglich ist. Einige der potenziellen Standorte liegen in der Nähe der Landesgrenze, siehe lila Flächen auf der Karte.

Mit dieser Stellungnahme vom 27.08.2024 möchten wir unsere Bedenken hinsichtlich einer möglichen Ausweisung mehrerer Gebiete und sogar bevorzugter Gebiete in oder in unmittelbarer Nähe der Naturschutzgebiete Elmpter Schwalmbruch, Elmpter Wald und Meinweg, die alle im Herzen des Internationalen Grenzparks Maas-Swalm-Nette liegen, zum Ausdruck bringen. Es handelt sich um die folgenden Gebiete: Nie01-A_Alternative, Nie02, Nie03, Nie04, Nie05-Alternative und Nie06.
Aufgrund der Bedeutung für Natur und Landschaft konzentrieren wir uns jedoch auf die Standorte westlich von Elmpt in der Gemeinde Niederkrüchten. Außerdem sind dies die Standorte, an denen es derzeit noch keine Windenergieanlagen gibt, was bedeutet, dass wir Nie04 und Nie06 ausschließen.
Für die vier verbleibenden Standorte sind wir der Meinung, dass sie weder als Windenergiegebiet (WEB) noch überhaupt als Beschleunigungsgebiet ausgewiesen werden sollten.

Dies liegt vor allem daran, dass die Alternativen Nie01-A, Nie02, Nie03 und Nie05 in sehr geringer Entfernung zum Vogelschutzgebiet VSG DE-4603-401 „Schwalm-Nette-Platte mit Grenzwald u. Meinweg“ liegen und eine erhebliche Beeinträchtigung der vom Erhaltungsziel erfassten Arten des Vogelschutzgebietes nicht ausgeschlossen werden kann, zumal die Auflage, Maßnahmen zur Vermeidung oder Minderung der Beeinträchtigung zu ergreifen, nicht erfüllt werden kann.
Eine ausführliche Begründung finden Sie in der Ansicht, siehe hier.
Unsere Ansicht wird übrigens auch von der LNU geteilt, siehe hier
Erfreulicherweise steht auch der Kreis Viersen den von uns kritisierten Loktionen sehr kritisch gegenüber, siehe hier
Auch die Stellungnahme des Kreises zeigt einmal mehr die Unvereinbarkeit des Javelinparks mit den geplanten Windkraftanlagen, die zum Teil sogar in den reservierten Naturausgleichsflächen stehen.
Meinweg Ökotop
Das Natursymposium für die deutsch-niederländische Grenzregion
Am Samstag, den 28. September 2024, findet der 16. Meinweg Ecotop statt. Das Thema des Meinweg Ecotop 2024 lautet: Der Einfluss des Klimas auf das Vorkommen von Arten, Gewinner und Verlierer.
Der diesjährige Ecotop findet im Schloss Daelenbroeck, Kasteellaan 2, 6075 EZ Herkenbosch, statt. Zeit: 08.30 - 17.30.
Weitere Informationen finden Sie hier

Eingabe Bebauungsplan Elm-131 "Javelin Park Ost
Es liegt eine Stellungnahme von Grünes Grenzland vor, die sich mit der Stellungnahme deckt, die wir bereits gegen die 61. Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Niederkrüchten "Militärstandort Elmpt" abgegeben haben. Wir sehen die damals vorgebrachten Einwände als integralen Bestandteil des vorliegenden Dokuments. Allerdings haben wir nun weitere Schwerpunkte gesetzt, die sich vor allem auf die zu erwartende Austrocknung von Naturschutzgebieten beziehen. Außerdem thematisieren wir den viel zu geringen Naturausgleich. Die Stellungnahme kann hier eingesehen werden:
Bebauungsplan Elm-131 ”Javelinpark Ost” Duits
Bebouwingsplan Elm-131 “Javelin Park Oost’’ Nederlands

Elmpt, Javelin Park
BUND: Das Aus für Natur und Lebensqualität in
Niederkrüchten!
Der BUND Niederkrüchten hat ein Flugblatt mit einem Einspruch erstellt, dem wir uns als Green Borderland voll anschließen. Sie können ihn hier herunterladen. Kreuzen Sie an, welche Argumente Sie für zutreffend halten, tragen Sie Ihren Namen und Ihre Adresse ein, unterschreiben Sie und scannen Sie das Dokument ein. Schicken Sie es bis zum 26. Juni 2024 an Groengrensland@gmail.com .
Dann sorgen wir dafür, dass der Antrag rechtzeitig bei der Gemeinde eingereicht wird.
Der detailliertere Einspruch von "Grünes Grenzland" wird demnächst ebenfalls auf der Website veröffentlicht werden.

Bereitstellung des Bebauungsplans Elm-131 "Javelin Park Ost" zur Einsichtnahme

Da ein neuer Flächennutzungsplan für das gesamte Gewerbegebiet verabschiedet wurde, wird auch der Bebauungsplan für den östlichen Teil aktualisiert. Die neue Fassung des Plans wurde bereits am 23. April 2024 im Ausschuss für Planung, Verkehr und Grundstücke erörtert. Die neue Fassung des Plans wird vom 13. Mai bis zum 28. Juni 2024 zur Einsichtnahme ausliegen. Erst jetzt wird wirklich deutlich, wie groß die negativen Auswirkungen auf die natürliche Umwelt sein werden. Die örtlich 40 Meter hohen Hallen werden bis zum Meinweg sichtbar sein, zumal die angekündigten Maßnahmen zur Begrenzung der Lichtemissionen in den Plänen nicht mehr berücksichtigt sind. Es wird auch deutlich, wie viel Grundwasser zusätzlich entnommen werden muss. Natürlich werden wir als Grünes Grenzland wieder einmal reagieren.ederkrüchten
Weitere Informationen:
Niederkrüchten
https://www.niederkruechten.de/leben-niederkruechten/planen-bauen-leben/bauleitplanung/aktuelle-planverfahren
Roermond
https://zoek.officielebekendmakingen.nl/gmb-2024-209371.html
Nationalpark de Meinweg durch zusätzliche Stickstoffemissionen aus dem Gewerbegebiet Elmpt bedroht
Grünes Grenzland, die Natuur en Milieufederatie Limburg und die Milieu- und Heemkundevereniging Swalmen haben die Provinz Limburg aufgefordert, gegen den Beschluss des Gemeinderats von Niederkrüchten vorzugehen.
Dieser Beschluss vom 19. März 2024 sieht ein großes Gewerbegebiet von 150 ha vor. Dadurch wird die Verkehrsintensität auf der angrenzenden Autobahn A52, die bei Elmpt in die niederländische Autobahn N280 übergeht, um mehr als 20.000 Kraftfahrzeuge pro Tag zunehmen. Infolgedessen wird die Stickstoffbelastung u.a. im Nationalpark und Natura 2000-Gebiet de Meinweg erheblich zunehmen.

Megahallen Elmpt nicht 15 m, sondern 40 m hoch
Vogelperspektive auf die 40 m hohen Hallen vom Weyenhof aus gesehen
Da für das gesamte Gewerbegebiet ein neuer Flächennutzungsplan verabschiedet wurde, ist auch der Bebauungsplan für den östlichen Teil aktualisiert worden. Die neue Fassung des Plans wurde bereits im Ausschuss für Planung, Verkehr und Grundstücke am 23. April 2024 erörtert. Inzwischen wurde auch den Ausschußmitglieder klar, dass die geplanten Megahallen nicht 15 oder 20 m, sondern 40 m hoch sein werden. Eine Befürchtung, die Grünes Grenzland von Anfang an äußerte. Doch obwohl sie merkten, dass sie an der Nase herumgeführt wurden, stimmten diese Mitglieder für den Bebauungsplan.....
Es ist vorgesehen, dass der Gemeinderat von Niederkrüchten den geänderten Plan in der Gemeinderatssitzung am 14. Mai 2024 verabschiedet. Danach wird der Plan erneut zur öffentlichen Anhörung vorgelegt.
Beschluss des Gemeinderats von Niederkruchten über die Annahme des Flächennutzungsplans ''Militairgelände Elmpt''

De gevolgen van de plannen in kaart gebracht, waaruit blijkt dat ”Groen niet groen” blijft
Im Mittelpunkt der Ratssitzung der Gemeinde Niederkrüchten am Dienstag, 19. März 2024, stand der Beschluss über die 61. Änderung des Flächennutzungsplans "Militärgelände Elmpt". Dieser Plan, der die Umwandlung des ehemaligen Flugplatzes in Elmpt in ein Industriegebiet vorsieht, gibt den Grünen Grenzland wegen der zu erwartenden negativen Auswirkungen auf Natur und Lebensumfeld Anlass zu großer Sorge. Leider hat der Gemeinderat mehrheitlich für den Plan gestimmt.
Aus Sicht von Natur und Landschaft ist der vorgeschlagene Plan völlig inakzeptabel, und es wird zu gegebener Zeit ein Klageverfahren eingeleitet werden. Der Grundsatz "Grün bleibt grün" wird völlig ignoriert. Der unmittelbare Lebensraum zahlreicher Organismen wird verschwinden. Die nicht hinnehmbare Stickstoffbelastung der deutschen und niederländischen N2000-Gebiete wird zu Unrecht und ohne Begründung ignoriert, ebenso wie die drohende Austrocknung des Naturschutzgebietes Lüsekamp.
Grün bleibt nicht grün
Derzeit besteht von den 217 ha mehr als ein Drittel (77,4 ha) aus Grünflächen, d.h. Wald und/oder Magerrasen mit hohem ökologischen Wert. Dem Plan zufolge sollen nur 60 ha als Grünfläche und/oder Ausgleichsfläche reserviert werden. Das ist also weniger als in der derzeitigen Situation. Hinzu kommen der Bau einer zusätzlichen Zufahrtsstraße zum Golfplatz, die Realisierung eines Verkehrsknotens in einem Schutzgebiet und die Erweiterung einer Kläranlage im Swalmtal in einem Landschaftsschutzgebiet.
Grün wird also nicht grün bleiben, auch wenn die Befürworter des Plans dies behaupten.
Verlust von Lebensraum für zahlreiche Organismen
Der anerkannte Verlust von Lebensraum wird durch eine 60 ha große Ausgleichsfläche in den ehemaligen Schutzräumen südwestlich und östlich des Änderungsbereichs und im Bereich der ehemaligen Landebahn ausgeglichen. Diese Fläche ist kleiner als die jetzigen wertvollen Flächen und hat selbst schon einen hohen ökologischen Wert, so dass der Ausgleich wenig effektiv sein wird. Eine Verlagerung des Problems auf die Ebene des Bebauungsplans ist daher unverantwortlich. Aus Sicht des Artenschutzes ist die 61. Änderung des Flächennutzungsplanes daher abzulehnen.
Stickstoffablagerung in niederländischen und deutschen Natura 2000-Gebieten
Die Zunahme des Verkehrs verursacht nicht nur eine zufällige, sondern auch eine dauerhafte Zunahme der Stickstoffdeposition auf dem Meinweg und im Schwalmtal. Eine zusätzliche Vorprüfung wird nicht ausreichen. Eine so genannte Angemessenheitsprüfung, bei der der Verursacher prüft, ob die Erhaltungsziele des Natura-2000-Gebietes durch seine Tätigkeit gefährdet sind, wird in den Niederlanden laut Staatsratsbeschluss 2019 notwendig.
Zudem wird der verwendete Schwellenwert, das sogenannte Abschneidekriterium von 0,3 kg N/(ha*a) für FFH-Gebiete in Deutschland, in einer Überlastungssituation mit hoher Wahrscheinlichkeit einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten (siehe Urteil vom 19. Mai 2023 in den Niederlanden), weil die Erhaltungsziele für europäische Naturschutzgebiete so niemals erreicht werden können.
Wird ein genehmigungsfreier Schwellenwert angewandt, wie es derzeit in Deutschland der Fall ist, können bei vielen Projekten die Stickstoffemissionen bis zur Deposition dieses Schwellenwertes erhöht werden. Kumulativ kann sich die Belastung der bereits stark belasteten Natur erheblich erhöhen. Die Verwendung eines Schwellenwerts ist daher nur dann vertretbar, wenn der Staat mit Maßnahmen sicherstellen kann, dass trotz der möglichen kumulativen Erhöhung die Deposition in der Natur nicht zunimmt bzw. ausreichend abnimmt, wenn dies für die Lebensräume erforderlich ist. Dies ist in Deutschland derzeit nicht geregelt.
Wie in den Niederlanden wurde auch in Flandern am 25. Februar 2021 ein Stickstoffurteil verkündet, dem mehrere weitere Urteile folgten.
Austrocknung des Lüsekamps
Künftige Grundwasserentnahmen durch die sich dort ansiedelnden Unternehmen werden nicht berücksichtigt. Dass der Wasserverbrauch steigen wird, ist angesichts der geplanten Erweiterung der Kläranlage in Overhetfeld sicher. Die Stellungnahmen zur Öffentlichkeitsbeteiligung 2023 von Grünes Grenzland, MHVS, NMF Limburg aus dem Jahr 2023, in denen plausibel dargelegt wird, dass der Plan zu einer wahrscheinlichen Austrocknung des Lüsekamps führen wird, sind von der Gemeinde nicht beantwortet worden.
Das "Nein Danke" war auch beim bundesweiten Klimastreik in Viersen zu sehen

Die Unzufriedenheit mit den geplanten Megalights in Elmpt wurde auch beim nationalen Klimastreik in Viersen zum Ausdruck gebracht. Hier trafen wir den Bürgermeister von Viersen, der uns einige Tipps gab, wie wir unseren Unmut kundtun können. Davon werden wir dankbar Gebrauch machen.

Gemeinde Roerdalen will grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung für geplante Windkraftanlagen in der Nähe des Nationalparks de Meinweg
Die Gemeinde Roerdalen fordert den Kreis Viersen und die Gemeinde Niederkrüchten auf, eine grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung nach § 54 Abs. 2 UVPG für die Windenergieanlagen am Damm und für die Windenergieanlagen auf dem ehemaligen Flugplatz Elmpt durchzuführen.
Nach Angaben der Gemeinde Roerdalen ist das Dam-Projekt, das aus zwei Windturbinen besteht, Teil eines großen Windparks, der in mehreren Phasen realisiert wurde oder wird. Aufgrund seines räumlichen Zusammenhalts sollte es daher auch als Windpark betrachtet und als solcher bewertet werden.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Abschlussbericht der internationalen Untersuchung: "Kaum ein Limburger wird im Gewerbegebiet Elmpt arbeiten".

Die seit langem erwartete grenzüberschreitende Studie hat endlich das Licht der Welt erblickt. Der Bericht mit dem Titel "Auswirkungen und Folgen der Entwicklung des Energie- und Gewerbeparks Elmpt für die umliegenden niederländischen und deutschen Gemeinden" wurde von der Gemeinde Niederkrüchten zusammen mit den benachbarten deutschen und niederländischen Gemeinden Brüggen, Schwalmtal, Wegberg, Beesel, Roermond und Roerdalen sowie dem Kreis Viersen erstellt. Den Bericht über "Gewerbegebiet, Arbeitskräfte, Verkehr und Mobilität" finden Sie Hier
Was uns aufgefallen ist
Umwelt und Grünflächen
Obwohl Umwelt und Grünflächen kurz angesprochen werden, fehlt es an konkreten Maßnahmen zum Schutz der bestehenden biologischen Vielfalt. Das Fehlen von Artenschutz und spezifischen Aktionspunkten ist enttäuschend.
Mobilität
Auch die Mobilitätspläne lassen viel zu wünschen übrig. Zwar wird immer wieder von Multimodularität gesprochen, doch in der Praxis scheint dieser Ansatz nicht umgesetzt zu werden. Der Vorschlag, eine Bahnstrecke über Dahlheim zu bauen, stößt auf praktische Hindernisse und scheint wirtschaftlich nicht tragfähig zu sein. Außerdem ist die räumliche Perspektive, die Niederkrüchten zwischen den Häfen von Antwerpen und Duisburg ansiedelt, geradezu naiv.
Das Mobilitätskonzept dreht sich um die vier V's: Vermeiden, Verträglich gestalten, Vernetzen und Verlagern. Während diese Prinzipien theoretisch aufgegriffen werden, fehlt es an der konkreten Umsetzung im Planungsprozess und in der täglichen Praxis. Nimmt man sie jedoch ernst, würde das Industriegebiet in die Nähe eines Bahnhofs, eines Hafens und einer Stadt mit ausreichend Arbeitsplätzen verlagert werden. Das würde mindestens drei Viertel des Verkehrs vermeiden und die Natur weniger schädigen.

Arbeitsmarkt
Der größte Engpass besteht auf dem Arbeitsmarkt. Es gibt jedoch keinen konkreten Aktionsplan zur Lösung dieses Problems. Der zunehmende Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, der zum Teil auf die Überalterung der Bevölkerung zurückzuführen ist, bleibt unbeantwortet. Die Sorge um den Wettbewerb in der Region und die Angst vor dem Scheitern von Projekten bleibt unbeantwortet. Außerdem wird kaum ein Limburger in dem Gewerbegebiet arbeiten.
Aufsicht
Die Aufsichtsverantwortung von Verdion über das gesamte Projekt und dessen Nutzung, einschließlich der Ausgleichsflächen, erscheint unrealistisch. Es stellt sich die Frage, wer für die Einhaltung dieser Vereinbarungen verantwortlich ist, insbesondere im Hinblick auf die Erfüllung der Vereinbarungen zur Realisierung der (Natur-)Ausgleichsflächen
Schlussfolgerung
Alles in allem bietet der Plan keine konkreten Lösungen für die festgestellten Probleme. Die Feststellung, daß es keine Alternative zu dem vorgeschlagenen Standort gibt, erscheint verfrüht und verhindert die Berücksichtigung anderer potentieller Standorte.
Die vergessenen Vögel im Vogelschutzgebiet Elmpt


Das Umweltministerium hat endlich (Januar 2024) die seit langem erwarteten Grenzen der Vogelschutzgebiete mit ausführlichen Erläuterungen zum Schutzzweck und einer Liste der zu schützenden Vogelarten bekannt gegeben. Diese Grenzen sind von entscheidender Bedeutung für den rechtlichen Status von Vogelschutzgebieten, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem kürzlich überarbeiteten Vogelschutzgebiet in Elmpt liegt, das speziell zum Schutz der Vogelpopulation auf dem ehemaligen Flugplatz abgegrenzt und registriert wurde.
Allerdings kommt ein beunruhigendes Element ans Licht. Der nördliche Teil der ehemaligen Start- und Landebahn ist erstaunlicherweise nicht Teil des Vogelschutzgebiets. Aus einer ornithologischen Kartierung aus dem Jahr 2023 geht hervor, dass dieser Teil der Start- und Landebahn tatsächlich außergewöhnlich wertvolle Vogellebensräume beherbergt. Dies ist ein klarer Fall von falscher und begrenzter Abgrenzung, die den Kern des Schutzzwecks beeinträchtigt.
Die speziell in 2023 für die 61. Änderung des Flächennutzungsplans "Militärgelände Elmpt" von Smeets erstellte Brutvogelkartierung zeigt das Vorkommen großer Populationen gefährdeter Vogelarten, darunter Heidelerche, Kolkrabe, Kornweihe, Neuntöter, Steinschmätzer, Wachtel, Flussuferläufer und Ziegenmelker.
Unsere Bedenken konzentrieren sich auf die nebulöse Begründung für diese Abgrenzung und das Fehlen von Verbesserungen bei der Gebietsabgrenzung. Es drängt sich der Verdacht auf, dass wirtschaftliche Interessen, die Realisierung eines Gewerbegebietes und die Errichtung von Windkraftanlagen, die Interessen des Naturschutzes überwiegen könnten. Wir haben diese Bedenken in einer dringenden Mitteilung an die LNU (Landesnetz der Naturschutzverbände in NRW) nachdrücklich vorgetragen und hoffen, dass diese Angelegenheit gründlich untersucht und zum Wohle der Natur und ihrer gefiederten Bewohner korrigiert wird
Mehr Windkraftanlagen in Niederkrüchten
Wie eine Landschaft langsam aber sicher "verspargelt"



Die Pläne für den Bau von zwei neuen Windkraftanlagen in der Nähe von Dam konnten bis zum 5. Januar 2024 im Rathaus von Niederkrüchten eingesehen werden. Diese werden über 200 m hoch sein. Die Anlagen sollen südlich des Gewerbegebiets Dam in der Nähe der Abgrabung Mevissen aufgestellt werden. Grünes Grenzland hat dagegen Einspruch erhoben, u.a. wegen der negativen Auswirkungen auf Landschaft, Natur und Umwelt. Die Gemeinde und der Kreis Viersen legen die Unterlagen für die geplanten Windkraftanlagen nach der Kritik des BUND zum zweiten Mal öffentlich aus. Vom 19. Januar bis zum 2. Februar 2024 liegen die Unterlagen im Rathaus und beim Kreis zur öffentlichen Einsichtnahme aus.